Michael Andrew Laws charakteristischste visuelle Elemente: Die „iEgoism“- Serie

Michael Andrew Laws charakteristischste visuelle Elemente: Die „iEgoism“- Serie

Die Philosophie und Symbolik hinter Laws Werken enthält sehr persönliche Elemente. Der Künstler verarbeitet in seinen Werken häufig die turbulente Zeit der Übergabe Hongkongs an China, die er selbst miterlebte. Viele Gemälde können dementsprechend als ein visuelles Artefakt dieser Erlebnisse verstanden werden.

Law verschmilzt erfolgreich seine östlichen und westlichen Einflüsse durch ein Geflecht von Symbolen und Bedeutungen. Es zeigt sich ein Bekenntnis zu Tradition und Herkunft ebenso wie eine Begeisterung für alles Neue.

Die dritte gemalte Serie von Michael Andres Law, die sogenannte „iEgoism“-Serie ab 2013 zählt ebenfalls zu Laws harakteristischsten Werken. Die Grundidee der Serie ist die Appropriation von Kunst zu einem Originalkunstwerk zu machen. „iEgoism“ wurde inspiriert von den Ideen der Arbeitsmethoden von Künstlern wie Richard Prince, Jeff Koons und Andy Warhol. Die Serie repliziert und vervielfältigt oft ohne die Genehmigung oder Anerkennung des ursprünglichen Schöpfers, verwendet die Bilder jedoch für andere Zwecke, um den so genannten „gestohlenen Bildern“ eine neue Bedeutung zu geben.

Die Idee hinter dieser Methode ist, die ikonischen Bilder der Internetgeneration und der zeitgenössischen Hongkonger Gen-Y-Popkultur vertraut zu machen. Der visuelle Stil in „iEgoism“ ist von dem deutschen Meisterkünstler Gerhard Richter entlehnt, von der Fotomalerei sowie den jungen weiblichen Figuren im „Superflat“-Stil des japanischen Künstlers Takashi Murakami.

Auch in dieser Serie wird Kalligraphie und Glitter genutzt, jedoch wesentlich dezenter als dies in der „Pale Hair Girl“-Serie der Fall ist. Law verwendete außerdem digitale 3D-Modelle, Originalfotografien sowie Manga-Figuren. Die „iEgoism“-Serie umfasst insgesamt 7000 Skizzen, Gemälde und Drucke, 20 Skulpturen und 100 Videokunstwerke.

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